Mai 17

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Altersvorsorge für Selbstständige

By Kai Römisch

Mai 17, 2020

Altersvorsorge, Altersvorsorge für Selbstständige, Basis Rente, Basisrente, ETF, ETF (Exchange Traded Funds), ETF als Altersvorsorge, Gesetzliche Rentenversicherung, GRV, Index-Police, Private Rentenversicherung, Rürup-Rente, Rüruprente

Das Thema Altersvorsorge ist für viele Selbstständige eine Herausforderung.

Aber das Thema Altersvorsorge ist für jeden Selbstständigen egal ob Entrepreneur oder Unternehmer mit 100 Mitarbeitern ist für jeden wichtig.


Ich sagen Ihnen einmal was Altersvorsorge NICHT ist:

  • kompliziert
  • langweilig
  • undurchsichtig

Aber, natürlich funktioniert es auch nicht, in dem Sie 2 Minuten einen Blog-Artikel lesen (schön wäre es zwar aber nein das schaffe ich auch nicht.)


Dieser Blog-Artikel ist länger, aber in 5-10 Minuten haben Sie

  1. einen Überblick, welche Lösungen und Wege es zum Thema Altersvorsorge für Selbstständige gibt.
  2. einen Plan, was Sie als nächstes tun sollten, egal ob Sie nun gerade am Anfang stehen oder schon über 50 sind.

Am Ende des Artikels wissen Sie:

  • Welche Möglichkeiten Sie als Selbstständiger haben.
  • Wie Sie mit 3 einfachen Schritten das Thema Altersvorsorge für sich erfolgreich lösen
  • Was können Sie jetzt tun, damit Sie nicht von der Politik zu etwas gezwungen werden, was Sie nicht wollen.

Eine Studie der Qurin Bank belegt, dass viele Selbstständige Angst vor Altersarmut haben.


Mit 62% fürchten fast zwei Drittel der Selbstständigen die Alters-armut.


Selbst Ärzte und Apotheker bangen um ihre finanzielle Zukunft, weil sie zu geringe Erlöse beim geplanten Verkauf Ihrer Praxis oder Apotheke befürchten.


Bundesarbeitsminister Heil sieht, dass rund drei Millionen Selbst-ständige nicht ausreichend abgesichert sind.

Wie Sie mit Plan statt Hype Vermögen aufbauen!

Der Finanzplan zeigt Ihnen, welche konkreten Schritte Ihnen mehr Rendite bei gleichzeitig mehr Sicherheit bringen

Altersvorsorge Basics

Die Basics


Bevor wir über die einzelnen Möglichkeiten der Altersvorsorge für Selbständige beleuchten und das Für und Wieder gemeinsam abwägen schauen wir uns nich ein paar Basics zum Verständnis an.


Ihr Konzept oder Ihre Strategie zur Altersvorsorge teilt sich immer in zwei Phasen auf:

  1. Die Anspar-Phase
  2. Die Entnahme-Phase

Egal für welches Produkt oder welche Strategie Sie sich entscheiden, die Basisformel in der Anspar-Phase lautet immer:

Altersvorsorge Formel


  • Zeit: Sie haben immer eine gewissen Zeit von heute bis zu Ihrem Ziel (Alter bei Start Ihres Ruhestandes).
  • Geld: Sie habe immer ein persönliches Budget zur Verfügung.
  • Ertrag: Dieses Budget / Geld Erwirtschaftet einen Ertrag               (Ertrag = Zins / Rendite nach (!!!) Kosten)

So funktioniert jedes Konzept, jeder Vertrag. Egal wofür Sie sich entscheiden, müssen Sie sich diese Formel vor Augen rufen.


In der Entnahme-Phase teilen Sie dann Ihr gebildetes Kapital selber auf oder Sie beziehen eine Rente (Leibrente).


Für eine Rente aus einem privaten Vorsorgevertrag lautet die Formel:

Rentenfaktor in der Altersvorsorge

Hier wird das gesamte gebildete Kapital durch einen Rentenfaktor geteilt und so eine lebenslange Rente ermittelt.

Altersvorsorgepflicht für Selbstständige.


Ein Thema müssen wir nich ansprechen. Die Altersvorsorgepflicht für Selbständige. Diese Herausforderung will die Politik nun auf ihre eigene Art lösen. Auf Seite 93 des Koalitionsvertrages beschreibt die GROKO, wie die das Problem der Alters-vorsorge für Selbstständige für immer lösen will.

Mit einer Altersvorsorgepflicht für Selbstständige.

Sie wird kommen, daran besteht in Berlin kein Zweifel.


Bevor eine mögliche staatliche Altersvorsorge-Pflicht für Selbstständige und Freiberufler in Kraft tritt, sollten Sie unbedingt die zahlreichen bestehenden Vorsorgemöglichkeiten ansehen und nutzen.


Das Positiv dabe ist, dass der Fiskus oft heute schon beim Aufbau einer Altersvorsorge für Selbstständige hilft, indem er auf staatliche Beträge bei den Steuern verzichtet.

Diese Möglichkeiten zur Altersvorsorge für Selbstständige  gibt es aktuell:

GRV für Selbstständige

Gesetzliche Rentenversicherung


Natürlich können Sie auch als Selbstständiger in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

Grundsätzlich geht es bei der Altersvorsorge immer darum, was

Sie vorhaben, sprich welche Ziele Sie verfolgen.


Natürlich war die gesetzliche Rentenversicherung in der Vergangenheit eine ausgezeichnete Möglichkeit, um einen Grundstein zu legen. Jedoch haben sich die Zeiten geändert und der demografische Wandel stellt die Bevölkerung vor die Herausforderung der Altersarmut.


Unter Umständen kann es aber auch Sinn machen, seine erarbeiteten Entgeltpunkte auszubauen, wenn eine Freiberuflichkeit nur für wenige Jahre angedacht ist.


Selbstständige haben sich für ihren Beruf dazu entschieden, nur auf sich selbst zu verlassen. Es stellt sich also die Frage: „Vertrauen Sie eher auf sich selbst oder dem Staat“. Denn auf die vertraglichen Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung haben wir alle keinen Einfluss.


Vorteile der gesetzlichen Rentenversicherung


Pros

  • Sie können die Höhe und Anzahl der Beiträge selber bestimmen.
  • Die Beiträge können ausgesetzt werden
  • Es wird automatisch eine Erwerbsminderungsrente aufgebaut
  • Aktuell sind die Rentenzahlungen garantiert.

Sie haben als freiwillig Versicherter die Möglichkeit, die Höhe und Anzahl der Versicherungsbeiträge pro Jahr selbst bestimmen. Somit können Sie Ihre Ausgaben an Ihre Einnahmen anpassen und geraten auch in härteren Zeiten

nicht sofort in finanzielle Schwierigkeiten.


Wichtig: Sie sind bei der Wahl der Beitragshöhe insofern eingeschränkt, dass die Deutsche Rentenversicherung gemäß des aktuellen Beitragssatzes, von 18,6 Prozent (Stand Januar 2020) folgenden Mindest- sowie einen Höchstbeitrag festgelegt.

  • Mindestbeitrag: 84,00 Euro/Monat
  • Höchstbeitrag: 1.283,00 Euro/Monat

Bei Bedarf können Sie die Beitragszahlungen sogar aussetzen. Hier ist jedoch zu beachten, dass eine Absicherung wegen Erwerbsminderung vor Eintritt der regulären Rente nur dann gewährleistet ist, wenn Sie lückenlos bezahlen.


Als gesetzlich Rentenversicherter erhalten Sie eine Erwerbsminderungsrente, sollten Sie nur noch eingeschränkt berufsfähig sein.


Damit Sie einen Anspruch darauf haben, müssen Sie zwei Bedingungen erfüllen:

  1. Zum einen müssen Sie innerhalb der ersten fünf Jahre Ihrer Selbstständigkeit einen Antrag auf Pflichtversicherung stellen.
  2. Zum anderen müssen Sie mindestens fünf Jahre einbezahlt haben.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die gesetzliche Rente – zumindest aktuell – noch garantiert ist, da sie nicht vom Kapitalmarkt und der aktuellen sinkenden Zinsentwicklung abhängig ist.


Zudem können Sie die Beiträge, wie bei einer Rürup-Rente auch steuerlich absetzen. Sollten Sie versterben, erhält Ihr Ehepartner eine Hinterbliebenenrente.


Ausführliche Informationen zur freiwilligen Rentenversicherung finden Sie in der Broschüre: „Freiwillig rentenversichert“ von der Deutschen Rentenversicherung.

Nachteile der gesetzlichen Rentenversicherung

Cons

  • Das System ist stark von Entscheidungen aus der Politik abhängig.
  • Alle Faktoren können von der Politik geändert werden
  • Der Generationenvertrag wird in Zukunft nicht funktionieren.
  • Die höhe der Renten hängt stark von der demografischen Entwicklung ab.


Die Entwicklung der Rentenhöhe ist stark von der demografischen Entwicklung der Bevölkerung abhängig.


Das bedeutet: Zwar garantiert die gesetzliche Rentenversicherung die Anpassung der Rentenhöhe an steigende Löhne. Aber aufgrund der alternden Gesellschaft müssen auch immer mehr Renten ausbezahlt werden. Das führt dazu, dass das Rentenniveau weniger stark ansteigt.


Des Weiteren muss die Rente komplett versteuert werden. Außerdem fallen Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung an.


Für den einen ein Vorteil, für den anderen ein Nachteil:

Die gesetzliche Rentenversicherung leistet erst ab Renteneintrittsalter. Sollten Sie also einmal in Geldnot geraten, können Sie sich das angesparte Geld nicht vorab auszahlen lassen.


Das angesparte Geld kann auch mit Eintritt ins Rentenalter nicht auf einmal ausbezahlt werden.


Der oft angestellte “Vererbungsvergleich” mit anderen Anlagen ist völlig schräg. Denn bei der gesetzlichen Rente bekommen Ihre Hinterbliebenen nur 25-55% der von Ihnen erworbenen Rentenansprüche.


Stiftung Warentest empfiehlt zwar die freiwillige Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung als Basisabsicherung. Im Vergleich sei dies sogar deutlich attraktiver gegenüber einem privaten Versicherungsprodukt mit Garantie (Finanztest 3/2018, S. 52).


Wenn man Stiftung Warentest glaubt, liege die Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung aktuell bei 2-3%.


Das Problem dabei: Wer weiß schon, wie lange das noch so bleibt?


Im Gegensatz zur eigenen Anlage in einen ETF, eine Rürup Rente oder eine Private Rente, wo man einfach an der Entwicklung der Weltwirtschaft teilnimmt, ist die gesetzliche Rente ein höchst politisches Thema. Dadurch ist die GRV mit viel Unsicherheit behaftet (Stichwort demografische Entwicklung etc.).


Es ist nicht nur die künftige Höhe unklar, sondern auch das gesetzliche Renteneintrittsalter, da es heraufgesetzt werden kann.


Aus meiner Sicht ist es wesentlich spekulativer, auf Politiker eines einzelnen Landes zu vertrauen, als auf die gesamte Welt zu setzen. 


Aber das muss jeder für sich wissen.


Ein möglicher Vorteil sei aber noch genannt: Falls Sie in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, öffnet Ihnen das die Tür zur Riester-Rente.


Da das Thema Riester super komplex ist (Überraschung), sollten Sie sich überlegen, welchen Preis Sie für diesen „Vorteil“ zahlen.

Fazit

Fazit Altersvorsorge für Selbstständige

Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund für Selbständige in die GRV einzuzahlen. Alle Vorteile kann ich über private Konzepte besser, sicherer und eigenständiger aufbauen. 

Wie Sie mit Plan statt Hype Vermögen aufbauen!

Der Finanzplan zeigt Ihnen, welche konkreten Schritte Ihnen mehr Rendite bei gleichzeitig mehr Sicherheit bringen

Rürup Rente oder Basis Rente

Rürup-Rente

(Basis-Rente)


Vor 15 Jahren (2005) wurde die Basis-Rente (umgangssprachlich Rürup Rente nach Ihrem Erfinder dem Ökonomen Bert Rürup) als steuerlich begünstigte Form der privaten Altersvorsorge eingeführt.

Seit dieser Zeit wird viel, über die Vor- und Nachteile dieser Altersvorsorge diskutiert.


Rürup stellt erst einmal nur die Verpackung einer Geldanlage dar.


Sie legen Geld fürs Alter zurück und ein Anbieter packt dann einen „Rürup-Mantel“ darum.


Der Anbieter sorg dafür, dass Sie in der Ansparphase die Beiträge steuerlich geltend machen und das Sie in der Entnahmephase eine regelmäßige Rente erhalten.


Nun sollten Sie sich ansehen, wie die Verpackung aufgebaut ist (Konditionen, Bedingungen, Kosten) und natürlich wie das Geld angelegt wird.


Es existierten verschiedenen Varianten:


1. Als klassische Rentenversicherung

Wird Ihr Geld in einer klassischen Rentenversicherung, welche in „sichere“ Anleihen anlegt investiert, dann können Sie Ihr hart erarbeitetes Geld lieber in einen Sparstrumpf legen.


Da helfen Ihnen auch keine Steuervorteile. Dieser Anlage-Motor ist tot.

Mit solchen Produkten werden wir uns gemeinsam nicht beschäftigen.

Dafür ist Ihre Zeit zu kostbar.

2. Als fondsgebundene Rentenversicherung

Hierbei handelt es sich in der Regel um Hybrid-Produkte, da der Anbieter Ihre eingezahlten Beiträge garantieren muss. Das bedeutet, dass Sie in einen Wertsicherungsfonds und eine freie Fondsanlage einzahlen.


Hier sollten Sie auf die Art des Wertsicherungsfonds achten (iCPPI / CPPI / Zero Cost Collar) und auf die Art der Fonds (aktiv gemanagte oder passive günstige ETF)

3 Als Index-Police

Bei diesen Policen investieren Sie in einen Index und die Sicherheit wird durch einen sogenannten Cap dargestellt.


Was sich in den Werbeprospekten so verlockend anhört ist vollkommener Bullshit.


Sie können zwar nie einen Verlust machen (was bei einer Rürup-Rente per Gesetz ausgeschlossen ist) aber durch den Cap wird auch Ihre Rendite 

extrem gekürzt.


Der Cap der Anbieter variiert aktuell zwischen 2% und 2,5%.

Eine wirkliche Rendite ist in den letzten 10 Jahren bei keinem Anbieter entstanden.


Sie "erkaufen" sich eine Sicherheit über den Cap mit Ihrer Rendite, welche durch das Konzept des ETF sowieso schon vorhanden ist. Kurz Gürtel plus Hosenträger.

4. Als direktes Fonds-Investment.

Das hört sich auf den ersten Blick verlockend an, aber auch hier sollten Sie auf das Konzept achten. Eine Rürup-Rente kann nur als „lebenslange Leibrente“ ausgezahlt werden.


Leibrenten dürfen nur Versicherer darstellen.


Also rechnet der Anbieter mit einem fiktiven Versicherer, welche dann bei Renteneintritt die Leibrente darstellt.

 

Da der Anbieter aber heute noch nicht feststellt, stehen auch die Konditionen noch nicht fest. 

  • Wer ist der Anbieter?
  • Wie hoch ist der Rentenfaktor?
  • Welche Kosten fallen für die Verwaltung an?


Sie sehen, hier sind zu viele Unbekannte in der Gleichung.

Diese können die eventuellen Vorteile in der Ansparphase wieder zur Nichte machen können.

Die Vorteile

Pros

  • hohe Steuervorteile möglich.
  • Sie können den Anlagemotor bestimmen.
  • Hartz IV sicher
  • insolvenzgeschützt
  • mit einer Berufsunfähigkeitsrente kombinierbar


Der Staat gewährt bei der Rürup-Rente umfangreiche Steuervergünstigungen.

Sie können die Beiträge als Sonderausgaben vom zu versteuernden Einkommen abziehen.


Die maximale Höhe der Steuerersparnis ist gedeckelt und ändert sich bis zum Jahr 2025. Dann erst lassen sich 100 Prozent der Beiträge absetzen.


Im Jahr 2020 können ledige 25.147 Euro und Paare 50.294 an Beiträgen absetzen.

 

Von diesen Beträgen können Sie 2020 90 Prozent der genannten Maximalbeträge steuerlich geltend machen. 2021 sind es denn 92 Prozent.


Uneingeschränkt profitieren von der Steuerersparnis aber nur Selbstständige, die nicht in ein berufsständisches Versorgungswerk einzahlen.


Denn berufsständisch Versorgte müssen sich die steuerfreien Arbeitgeber­- und die Arbeitnehmeranteile anrechnen lassen. Gleiches gilt für die Beiträge zum Versorgungswerk. Das führt zu einer deutlich niedrigeren Steuerersparnis.

Welche Nachteile gibt es?

Cons

  • Die Auswahl des Anbieters ist entscheidend                                    (Stichwort Kosten & Spielregeln)
  • kann nicht vererbt werden
  • eine Beleihung ist nicht zugelassen
  • volle Versteuerung im Rentenbezug
  • keine Kapitalauszahlung möglich


Oft wird über die Nachteile einer Rürup-Police diskutiert. Meiner Meinung nach kann man das so pauschal nicht sagen, da Sie selber das Gefühl haben müssen, ob dieses Konzept zu Ihnen passt.


Oft wird bemängelt, dass es sich um ein starres Vorsorgeinstrument handelt. Verträge lassen sich nicht übertragen, beleihen, veräußern oder vererben.

Auch eine Kündigung ist untersagt.


Das Vorbild war die gesetzliche Rentenversicherung und das Ziel ist der Aufbau einer Rente.


Damit schließt sich meiner Meinung nach, natürlich auch eine gewisse Flexibilität („ich nehme mir mal eben was raus“) und Themen wie eine Beleihung logischerweise aus.


Sie können einen Rürup-Vertrag ohne weitere Beitragszahlung ruhen lassen.

Wie in Zukunft alle Renten Einnahmen, wird auch die Auszahlung aus der Rürup Rente voll versteuert.


Wie auch bei der gesetzlichen Rentenversicherung können Sie sich die Beiträge nicht auf einmal vorzeitig ausbezahlen lassen.


Der Rürup-Vertrag ist nicht vererbbar. Das bedeutet, dass das Geld „verloren geht“, sollten Sie vor Beginn der Rentenzahlungen sterben.


Ausnahmen müssen vorab – gegen einen Aufpreis – mit dem Versicherer ausdrücklich vereinbart werden.


Hier zeigt sich, das Sie genau auf das Konzept der Angebotenen Police achten sollte. Durch die Wahl einer Nettopolice reduzieren Sie massiv die Kosten und steigern somit Ihre Rendite. 

Fazit:

Fazit Altersvorsorge für Selbstständige

Bei der Basis-Rente haben Sie eine Kombination aus Sicherheit und Ertrag.


Bei der richtigen Gestaltung können Sie eventuelle Nachteile wie Vererbung (Todesfallabsicherung & Rentengarantiezeit) ausschließen. 


Aufpassen sollten Sie bei den Angeboten. Die gibt es von richtig besch… (Stichwort Treuhänderklausel) bis richtig gut.


Nutzen Sie eine Nettopolice und reduzieren Sie die Kosten einer Basisrente um bis zu 70%!

Private Rentenversicherung

Private Rentenversicherung


Der Klassiker unter den Vorsorgeprodukten, die Private Renten Versicherung.


Das Prinzip funktioniert wie folgt:

Sie schließen einen Vertrag mit einem Versicherer ab, sparen durch monatliche Zahlungen Kapital an.


Sie können sich nach Ablauf des Vertrags das angesparte Geld flexibel auszahlen lassen – als Einmalzahlung oder als fortlaufende Rentenzahlungen.


Als klassische Variante (Sie zahlen in einen Deckungsstock mit Garantiezins – aktuell 0,3% -0,9% völlig uninteressant:

  • Wegen der Niedrigzinspolitik
  • Wegen des Anlagekonzeptes

Pros

  • flexible Einzahlungen möglich
  • Am Ende kann das gesamte Kapital ausgezahlt werden
  • Steuervorteile beim Rentenbezug
  • Alle Möglichkeiten des Kapitalmarktes stehen offen
  • Sicherheit durch Hybrid-Modelle wählbar

Als fondsgebundene Rentenversicherung kommt es auf Ihre Ziele und Wünsche an.Im Gegensatz zur Basis-Rente sind diese Verträge viel flexibler.


Die Monatsbeiträge lassen sich bei vielen Anbietern anpassen, auch Ruhephasen sind möglich. Außerdem können Sie entscheiden, ob Sie den Endbetrag in einer Summe ausbezahlt bekommen möchten.


Genau wie bei einem Depot können Sie sich die Auswahl der Fonds selber zusammenstellen und im Laufe der Zeit ändern oder anpassen. Damit können Sie den Anlagemotor, wenn Sie wollen aktiv gestalten oder nutzen durch ETF die gesamte Breite des Kapitalmarktes.


Im Gegensatz zu einem klassischen Vertrag lassen sich in der Fondsvariante attraktive Zinsen erwirtschaften. 


Aber warum sollten Sie dann nicht direkt in ein Depot einzahlen?


Nun der Vorteil einer privaten Rentenversicherung liegt in den steuerlichen Vorteilen, die sie bietet: Rentenzahlungen sind nur in der Höhe ihres Ertragsanteils bei Rentenbeginn steuerpflichtig.


Der Steuersatz bemisst sich nach dem Alter des Ruheständlers zum Zeitpunkt seines Renteneintritts. Das Einkommensteuergesetz definiert in § 22 die entsprechenden Steuersätze.

Nachteile der privaten Rentenversicherung

Cons

  • Die Auswahl des Versicherers ist wichtig ( Stichwort Run-Off)
  • Bruttopolicen sind teuer, hier lohnt sich nur eine Nettopolice
  • Das Kleingedruckte kann Fallen enthalten 

Eine private Rentenversicherung ist ein Risikogeschäft und abhängig von der allgemeinen Wirtschaftslage sowie der des Versicherers.


Schauen Sie sich den Versicherer und seine Finanzlage genau an.

Einige Versicherer haben Ihre Verträge an Investoren verkauft (Stichwort Run-Off)


Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen wird spekuliert und der Aktienmarkt unterliegt häufigen Schwankungen. Dies wird in der Regel durch Hybridmodelle abgesichert, welche aber wieder ein Teil Ihrer Rendite schmälern.


Bei privaten Rentenversicherungen fallen Verwaltungs- und Vertriebskosten an, die Ihre Rendite schmälern. Diese sind in sogenannten Bruttopolicen enorm und schmälern Ihre Rendite massiv! Wenn Sie sich für eine Private Fondspolice entscheiden, dann nur in Form einer Nettopolice.


Achten Sie auch hier auf das Kleingedruckte!

    • Wie hoch ist der Rentenfaktor?
    • Gibt es eine Treuhänderklausel?
    • Wie ändern sich die Bedingungen, wenn Sie eine Pause machen?

FAZIT

Fazit Altersvorsorge für Selbstständige

Die richtige Rentenpolice kann die Vorteile eines reinen Depots wegen des Steuervorteils übertreffen.

Wichtig ist es hier auf Nettokonzepte zu setzen, da sonst die Kosten die Vorteile auffressen.

Sie behalten die volle Flexibilität und Kontrolle und können diese mit Sicherheit (Hybridmodelle) kombinieren.

Nutzen Sie eine Nettopolice und reduzieren Sie die Kosten einer Basisrente um bis zu 70%!

ETF Exchange Traded Funds

ETF (Exchange Traded

Funds)


Sie sind seit einigen Jahren der Mega-Trend am Anlagehimmel und werden immer beliebter: ETF (Exchange Traded Funds)


Wenn Sie selbstständig sind, dann haben Sie in der Regel eine starke Vorliebe, ihre Lebensgestaltung auch wirklich selbst in die Hand zu nehmen.


Genau das können Sie mit Ihrer auch genauso umsetzen: Einfach selber machen.

Wie geht das? Indem man in ein möglichst breit aufgestelltes (“diversifiziertes”) Portfolio aus börsengehandelten Indexfonds (ETF) anlegt. Das klingt erstmal kompliziert, ist es aber ehrlicherweise überhaupt nicht.


Ein ETF ist ein Investmentfonds, also ein Korb in dem Wertpapiere aufbewahrt werden. Ein Investmentfonds sammelt das Geld von Anlegern. Dieses Kapital wird dann vom Fondsmanager an den Finanzmärkten für die Anleger investiert. Der große Vorteil eines Fonds besteht in der Risikostreuung.


Er investiert nicht nur in eine Aktie oder in eine Anleihe, also das, was Anleger unbedingt vermeiden sollten, sondern in viele.


ETF umfassen oft Hunderte von Aktien und sind daher nicht Einzelschicksalen ausgesetzt. So kann man die globale Wirtschaft abbilden und an ihrer Entwicklung teilhaben. Das ist wesentlich risikoärmer als selbst Aktien auszusuchen, auf die man – wie beim Pferderennen – wettet.


Der Unterschied eines ETF zu einem sogenannten aktiven Fonds ist folgender:

Bei einem aktiv gemanagten Fonds entscheidet ein Fondsmanager, welche Wertpapiere in den Fonds gelangen und welche nicht.


Dieser Fondsmanager hat eine Idee, eine Philosophie und möchte in der Regel besser sein als der Markt. Leider haben ca. 87% aller so aktiv gemanagten Fonds aber in den letzten 40 Jahren den Markt nicht geschlagen!


Ein ETF dagegen bildet einen Wertpapier-Index genau nach. Das kann der deutsche Leitindex DAX, der US-amerikanische S&P 500, der Dow Jones oder der globale MSCI World sein.


Der legendäre Gründer von Vanguard Jack Bogle sagte dazu“ Warum soll ich die Nadel im Heuhaufen suchen, wenn ich den ganzen Heuhaufen kaufen kann.“

Jack Bogle

Der legendäre Gründer von Vanguard und ETF Pionier Jack Bogle sagte dazu:

“ Warum soll ich die Nadel im Heuhaufen suchen, wenn ich den ganzen Heuhaufen kaufen kann.“

Welche Vorteile haben ETF?


Pros

  • flexible Einzahlungen sind möglich
  • Sie bestimmen völlig flexibel wann und wie Sie über Ihr Geld verfügen
  • geringen Gebühren und laufende Kosten
  • Eine sehr breite Diversifizierung ist möglich
  • Sehr bequem, da Sie nur einmal eine Auswahl treffen müssen.

Fondsmanager berechnen in der Regel hohe Gebühren für ihre Aktivitäten. Diese liegen je nach Fondsart zwischen einem und zweieinhalb Prozent pro Jahr.


Dazu fallen Gebühren an wenn ich Anteile kaufe - zwischen 3% und 6%. Diese Kosten zieht der Fondsanbieter direkt vom angelegten Geld der Investoren ab, was die Rendite eines Sparers schmälert. Hinzu kommen Boni für eine bestimmte Leistung


Da der Fondsmanager aktiv „arbeitet“ und immer wieder kauft und verkauft, fallen hierbei Transaktionsgebühren an.


Angesichts der oft mauen Leistung der Fondsmanager ist das ärgerlich.

Ein ETF ist wesentlich günstiger, weil er einfach einen Index nachbildet – und der Anleger nicht das Gehalt des Fondsmanagers zahlen muss. So kosten ETFs auf gängige Indizes teils nur 0,05 Prozent der Anlagesumme.


So raten auch Stiftung Warentest und Finanztip zur eigenständigen Altersvorsorge mit ETF.


Neben der Risikominimierung durch weltweite Streuung ist die Rendite ziemlich attraktiv: Historisch betrachtet lag die Rendite im Schnitt seit 1969 7,9% p.a.

Das ist richtig ordentlich – insbesondere im Vergleich zu den aktuellen Zinsen.


Wenn Sie Ihr Geld selber anlegen haben Sie nicht nur den Vorteil einer hohen Rendite, sondern es hat noch drei positive Nebeneffekte:

  • Sie beschäftigen sich zwangsweise einmal grundlegend mit dem Thema und macht sich unabhängig von Dritten. Sie verstehen, was mit Ihrem Geld passiert und machen sich unabhängig von provisionsgesteuerten Beratern.
  • Sie haben die volle Flexibilität, was Ein- und Auszahlungen betrifft.
  • Sie alleine bestimmen wieviel Sie wann sparen. Es gibt keine Laufzeiten, keine intransparenten Gebühren, Abschläge bei Kündigungen uvm.
  • Sie bleiben maximal flexibel und sparen so wie Sie es können und es Ihre Einnahmen zulassen.

Welche Nachteile gibt es?


Cons

  • Die Auswahl des ETF ist wichtig ( Stichwort Run-Off)
  • Ein ETF ist nicht Insolvenz geschützt
  • Ein ETF ist nicht Hartz IV sicher
  • Die reine Anlage in ETF kann nicht steuerlich geltend gemacht werden
  • Die Flexibilität verleitet zum Kaufen und Verkaufen

Wo Licht ist, ist auch Schatten.


Einer der größten Vorteile von ETF, die geringen Gebühren und die Felxibilität ist zugleich auch im Kontext mit dem Thema Altersvorsorge einer der größten Nachteile!

 

ETFs sind börsengehandelt, was bedeutet: Sie können sie sekündlich kaufen und verkaufen. Dadurch dürfte manch ein Anleger sich verleitet fühlen, relativ häufig zu handeln – einfach, weil man es kann.


Die Folge davon ist: Es kostet natürlich Gebühren, einen ETF zu handeln – die wieder Ihre Rendite schmälern.


Trifft man immer den richtigen Zeitpunkt oder reagiert man panisch im Fall das die Kurse fallen? Das zeigt, wie wichtig bei der Geldanlage eine Philosophie zu verfolgen und die Disziplin zu haben diese auch durchzuhalten.


Die Idee / Philosophie des ETF ist ja gerade nicht ständig zu kaufen und zu verkaufen. Eine alte Börsenweisheit lautet: „Hin und Her macht Taschen leer!“


Im Laufe einer Selbständigkeit kann auch immer mal etwas schiefgehen. Ein Kunde zahlt nicht, Aufträge brechen weg oder eine Krise wie Corona verändert ganze Märkte.


ETF´s sind wie alle reinen Sparformen nicht Insolvenzgeschützt oder Hartz IV sicher. Das heißt in diesem Fall ist dann nicht nur die Selbstständigkeit weg, sondern auch noch die Altersvorsorge!


Da Zeit ein wichtiger Faktor bei Thema Altersvorsorge ist, kann dies eine 

Altersvorsorgestrategie komplett zerstören! Stellen Sie sich vor, Sie sind Anfang 50 und eine solche Katastrophe bricht über Sie herein.


Dann verlieren Sie alles was Sie in den letzten Jahren aufgebaut haben, da es nicht geschützt ist.

FAZIT

Fazit Altersvorsorge für Selbstständige

Checkliste für Ihre ETF Auswahl:

Als Fazit kann man festhalten, dass Sie bei der Auswahl eines ETF auf folgende Punkte achten sollten:

  • möglichst geringe Kosten
  • einen möglichst geringem Tracking Error
  • gleichzeitig möglichst großvolumig 
  • einen physisch replizierenden ETFs
  • einen thesaurierenden ETF

Schauen Sie sich den Aufbewahrungsort Ihres ETF an! Es muss kein Depot sein.

Unter Umständen kann eine Versicherung als Nettopolice steuerliche Vorteile für Sie haben und so Ihre Rendite erhöhen!

Immobilie als Altersvorsorge

Ist eine Immobilie eine gute Altersvorsorge?


Ja und Nein! Bei diesen Thema kommt es sehr auf Sie persönlich an.


Sie haben zwei Möglichkeiten:

  1. Die selbstgenutzte Immobilie
  2. Die Immobilie als Kapitalanlage

Die selbstgenutzte Immobilie:

Vergleicht man Immobilien mit der eigenen Anlage in ETF, so wird die Immobilie in den meisten Fällen schlechtere Renditen

abwerfen – trotz Mietfreiheit im Alter!


Eine nüchterne Auswertung historischer Daten kommt zu diesem einfachen Schluss. 


Statistisch gesehen sind jedoch Hausbesitzer vermögender als Mieter. Warum?

Weil sie zum Zwangssparen quasi gezwungen werden, denn sie bezahlen (fast immer) einen Kredit ab. Aber auch die Phase vor dem Erwerb der Immobilie und dem Aufbau des Eigenkapitals, hat das Sparen qasi "antrainiert".


Ob die selbstgenutzte Immobilie eine gute Altersvorsorge ist, hängt von vielen Faktoren ab. Verkaufen Sie im Alter das Haus in dem Sie X-Jahre gelebt haben, Ihre Kinder groß geworden sind und Sie die Nachbarschaft gut kennen wirklich? 


Den Faktor "Mietfrei im Alter wohnen" muss man auch unter dem Gesichtspunkt Reparaturen, Energiekonzepte, Hausnebenkosten betrachten. Alleine Preise für Strom und Gas sind in den letzten Jahren massiv gestiegen.


Sie sehen, das ist keine leichte Entscheidung und hat mehr mit dem Bereich Lebensumstände - wie will ich leben - als Altersvorsorge für Selbstständige zu tun.


Pros

  • aktuell sehr niedrige Zinsen
  • aktuell stark steigende Wertentwicklung von Immobilien
  • mietfrei wohnen im Alter
  • ein Dritter (Mieter) "spart" für mich
  • Kapitalaufbau über einen Sachwert

Cons

  • aktuell sehr hohe Immobilienpreise ( Stichwort Immobilien Blase)
  • Als Vermieter werden Sie Unternehmer (Aufwand)
  •  Verkaufspreise der Zukunft sind schwer vorherzusagen
  • Auch im Alter laufen steigende Nebenkosten weiter 
Immobilie als Altersvorsorge

Immobilie als Anlageobjekt


Natürlich ist es auch möglich, eine Immobilie zur Vermietung zu erwerben und hierdurch Einnahmen zu generieren.


In diesem Falle werden Sie wieder Unternehmer und das bedeutet einen ordentlichen Zeiteinsatz und geht mit vielen Risiken einher. Die Auswahl des Standorts und des Objektes sind neben der "Betreibung" der Immobilie nur zwei Faktoren. 


Natürlich gibt es auch Konzepte, die Ihnen das alles wieder abnehmen und sich kümmern, aber das kostet natürlich Geld - sprich Rendite. Ob die Mietrendite überhaupt an die von einem ETF heranreichen wird, muss man sich genau ansehen.

Fazit:

Fazit Altersvorsorge für Selbstständige

Das Thema Immobilie kann eine Beimischung für die Altersvorsorge von Selbstständigen sein.

Günstige Zinsen und der Anstieg der Immobilienwerte in den letzten Jahren machen das Thema interessant.


Seine Altersvorsorge einzig und allein über eine Immobilie aufzubauen sollten Sie sich gut überlegen.

Wenn alle anderen Optionen ausgeschöpft sind, dann kommt der Zeitpunkt über diesen Baustein nachzudenken.

Beim Thema Altersvorsorge für Selbstständige kommen auch immer wieder folgende Fragen auf:

1.

Wie sorge ich bei schwankenden Einnahmen am besten vor?

Starten Sie damit, regelmäßig Geld auf ein Tagesgeldkonto einzuzahlen, am besten einen festen Betrag mtl. per Dauerauftrag.


Dann können Sie dieses Geld quartalsweise oder am Ende des Jahres in dieses Geld am Ende des Jahres in die Anlage Ihrer Wahl einzahlen.


Hier machst ein ETF oder eine Basisrente aus meiner Sicht am meisten Sinn.


Wenn Sie immer nur Geld investieren, wenn gerade etwas „übrig“ ist, dann wird das sehr wahrscheinlich nicht funktionieren.


Der „Trick“ ist hier der Dauerauftrag. Das Geld ist erst einmal „weg“.

Wenn dann doch etwas passiert, dann können Sie aber jederzeit an dieses Geld heran.


So starten Sie aber erst einmal und das ist der wichtigste Schritt.

2.

Welche Altersvorsorge eignet sich bei niedrigem Einkommen?

Die Konzepte und Vorgehensweisen sind immer die Gleichen – egal, ob Sie viel oder wenig verdienen.


Pauschal kann man nur festhalten: Die Basis-Rente eignet sich grundsätzlich eher für Besserverdiener, weil dann die Steuervorteile am größten sind.


Aber wenn Sie die Möglichkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung durch Ihrer Steuervorteile in der Basis-Rente mitfinanziert bekommen, dann kann sich hier auch für Selbstständige mit einem niedrigen Einkommen eine tolle Möglichkeit ergeben.


Wenn Sie wenig haben, dann spielt die Rendite natürlich ein viel wichtigere Rolle für Sie, damit Sie später eine gute Rente erhalten. Also müssen Sie a) noch stärker auf die Kosten eines Produktes schauen und b) auf das Anlagekonzept.


Wie bereits erwähnt, waren nach langen Zeiträumen die Renditen am globalen Aktienmarkt immer positiv.

3.

Kann ich die Aufwendungen für meine Altersvorsorge steuerlich absetzen?

Bei Rürup und der gesetzlichen Rentenversicherung können Einzahlungen steuerlich geltend gemacht werden. Es gibt jedoch einen Maximalbetrag, der sich jedes Jahr ändert. (siehe oben).


Legen Sie selber Geld in einen ETF oder eine private Rentenversicherung an, so können Sie die Aufwendungen nicht absetzen.


Dafür haben Sie dann den Vorteil in der Rentenphase: Während sowohl die Auszahlungen der Basis Rente als auch die aus der gesetzlichen Rentenversicherung mit Deinem persönlichen Einkommensteuersatz voll versteuert werden, zahlen Sie für die Kapitalerträge aus eigenem Vermögen nur 25% Abgeltungsteuer. Ihre private Rentenversicherung wird mit dem Ertragsanteil besteuert.


Der steuerliche Aspekt sollten bei der Wahl Ihrer Altersvorsorge nur eine ganz untergeordnete Rolle spielen.


Das liegt vor daran, dass es auf die Netto-Rendite ankommt. Wenn Sie zwar alles toll steuerlich geltend machen können, das Vorsorgeprodukt trotzdem hohe Kosten verursacht und/oder eine miese Performance aufweist, dann bringt auch der eventuelle Steuervorteil nichts.

4.

Wird die Altersvorsorge für Selbstständige zur Pflicht?

Was mache ich dann?

Aktuell steht zur Debatte, ob Selbstständige zur Altersvorsorge verpflichtet werden.


Wie gesagt hat die GROKO dies klar im Koalitionsvertrag verankert.

Da die Politik wenig von Eigenverantwortung hält und die Versicherungs-branche gute Lobbyarbeit leistet, müssten sie, wenn das Gesetz kommt in die gesetzliche Rente oder einen Basis-Renten Vertrag einzahlen.


Da es bei der letzten Veränderung in diesen Bereich eine sehr kurze Übergangsfrist gab, macht es Sinn heute einen Basisrentenvertrag mit einem geringen Monatsbetrag (25€) zu starten, damit Sie nicht ohne es zu wollen in die GRV einzahlen müssen.

Zusammengefasst: Was ist die beste Altersvorsorge für Selbstständige?

1.

Sie legen Wert auf Flexibilität, haben noch mindestens 15 Jahre bis zur Rente und/oder möchtest die größte Rendite rausholen? Dann legen Sie eigenständig in ETF an.

2.

Sie bauchen Sicherheit, eine garantierte Rentenhöhe und Insolvenzschutz. Dann suchen Sie eine gute Basis-Rente aus. Starten Sie mit kleinen mtl. Zahlungen und machen Sie am Ende des Jahres Sonderzahlungen.

3.

Sie wollen Flexibilität, eine gute Anlage und Steuervorteile kombinieren? Dann suchen Sie sich eine gute Private Rentenversicherung die in ETF einzahlt als Nettotarif.  

4.

Sie wollen sich möglichst breit aufstellen, haben noch 15-20 Jahre bis zur Rente, dann kombinieren Sie Geldwerte (ETF & Co) mit einem Sachwert (Immobilie als Kapitalanlage)

Welche konkreten Schritte sollten Sie gehen?

1.

Werden Sie sich über Ihr Ziel klar!

Wieviel Geld benötigen Sie im Alter genau? Rechnen Sie Ihren mtl. Bedarf aus, berechnen Sie dann die Inflation und daraus die Summe an Kapital die Sie bis zum Renteneintritt ansparen müssen.

2.

Suchen Sie sich das für Sie passende Produkt!

Wichtig ist, das das Produkt für sie passt! Wenn die ganze Welt von EFT schwärmt, Sie aber Angst vor dem Thema Börse und Co. haben dann lassen Sie es! Kombinieren Sie Produkte und Strategien.

3.

Fangen Sie an!

Jetzt, nicht nächsten Monat, nicht nächste Woche, sondern JETZT!

Die zeit ist ein wichtiger Faktor. Fangen Sie an. Eröffnen Sie ein Tagesgeldkonto und überweisen Sie jeden Monate per Dauerauftrag einen festen Betrag.  So entwickeln Sie ein Sparverhalten und sind gestartet. 

Sollten Sie schon für Ihre Altersvorsorge sparen, dann überprüfen Sie Ihre Strategie hinsichtlich 1. den Bedingungen (Kleingedruckten) 2. dem Anlagemotor (klassische Produkte & Indexpolicen werden funktionieren!) und 3. den Kosten (Kosten können Sie kontrollieren - Renditen nicht!)


Fazit Altersvorsorge für Selbstständige

Sie „eierlegende Wollmilchsau“ oder besser den einen Königsweg gib t es nicht!


Das wird Ihnen auch schon klar gewesen sein, bevor Sie meinen Artikel gelesen haben.


Viele aktuell beliebte „Finanz-Coaches“ predigen das Lied vom ETF über alles. Alles andere ist Teufelszeug.


Glücklicherweise gibt es kein entweder oder:

Sie können einfach mehrere Formen miteinander mischen.


Egal für welchen Weg Sie sich entscheiden, Sie werden ordentlich Kapitel aufbauen müssen. Im Alter werden Sie nicht hauptsächlich von Ihrer Rendite leben, sondern in erster Line von Ihren geleisteten Einzahlungen!


Es ist nie zu spät! Fangen Sie einfach an. Heute, jetzt, mit einem Tagegeldkonto und einem Dauerauftrag. 

Sie wollen diesen Weg nicht alleine gehen? Sie haben Fragen zu Ihren bestehenden Produkten? Sie wollen mehr Klarheit und eine einfache für Sie nachvollziehbare und steuerbare Strategie?


Dann lassen Sie uns Ihre Finanzplanung gemeinsam erarbeiten.

fair - transparent - unabhängig


Kai Römisch

Kai Römisch ist seit 30 Jahren in der Finanzbranche. Nach Stationen bei einer Großbank, einem Indutriemakler und einem Start-Up hat er sich mit seiner Frau zusammen Selbstständig gemacht. Anders als 99% der Berater in Deutschland arbeitet er auf Honorar-Basis, transparent und fair mit seinen Kunden.

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